Die linke Stimme in Buchrain-Perlen


  • Sozialvorsteher will plötzlich das Präsidium

    Dies ist ein Beitrag von Roman Hodel, welcher am 10. März 2020 in der Luzerner Zeitung erschienen ist.

    Der Buchrainer Gemeinderat Stephan Betschen (FDP) brüskiert mit seiner Wahlempfehlung alle Parteien – auch die eigene.
    In die Briefkästen aller Buchrainer Haushalte flattert diese Woche ein Flyer. Darauf ermuntert Gemeinderat Stephan Betschen (FDP) die Stimmberechtigten, ihm am 29. März die Stimme zu geben – allerdings nicht als Sozialvorsteher, wie er offiziell kandidiert, sondern als Gemeindepräsident. «Auf der Strasse, wie auch in meinem Umfeld haben mich in den letzten Wochen so viele Leute motiviert, ich solle doch fürs Präsidium kandidieren, dass ich mich nun dazu entschlossen habe – und zwar ohne Einverständnis meiner Partei», sagt Betschen.
    Auf die Frage, wieso er den Entscheid nicht früher gefällt habe, vor dem Eingabeschluss für die Wahlen am 3. Februar, antwortet er: «Ich hatte Respekt, weil wir einerseits bezüglich Ressorts innerhalb der Parteien die Verteilung bereits beschlossen hatten, andererseits war da dieser immer grösser werdende Zuspruch aus der Wählerschaft.» Buchrain stehe vor komplexen Herausforderungen etwa bei der Zentrumsentwicklung, bei der Verkehrs- und Energiepolitik; und da bringe er fürs Präsidium die nötige Erfahrung aus der Privatwirtschaft und von öffentlichen Ämtern mit.
    In Buchrain werden die Gemeinderäte in die Ressorts gewählt. Weil die CVP für die zurücktretende Präsidentin Käthy Ruckli keine Nachfolge fand, streckten die Parteileitungen mehrfach die Köpfe zusammen. Anfang Dezember kam Hektik auf, als die CVP quasi verkündete, dass Betschen sich fürs Präsidium interessiere. Dieser machte zwar keinen Hehl aus seinen Ambitionen, doch die Partei pfiff ihn zurück und portierte ihn «im Sinne der Kontinuität und Stabilität» wieder als Sozialvorsteher, was er erst seit 2018 ist. Im Blog weiterlesen…

  • Offener Brief SP Buchrain-Perlen

    Unsere Anliegen für einen öV mit Zukunft – auch für Buchrain

    Unter dem Motto: „Direkt für wenige, umsteigen für viele“ brachte der letzte Fahrplanwechsel unerfreuliche Veränderungen für die Buchrainer Bevölkerung. Während die neue Tangentiallinie 30 auch nach 2 Monaten mit nur wenigen Kunden im Viertelstundentakt zwischen Ebikon und Littau verkehrt, zahlen die Buchrainer Buskunden den wahren Preis für diese „öV-Verbesserungen“ im Rontal. Unzählige Leserbriefe und Rückmeldungen von enttäuschten öV-Kunden zeigten schnell auf: „So geht’s nicht“.  Neben dem Wegfall der direkten Verbindungen in die Stadt fallen vor allem überlange Fahrzeiten, verpasste Anschlüsse teils zu später Stunde, aber auch enge Platzverhältnisse im 1er ins Gewicht. Dazu kommen unhaltbare Zustände am Bushub Ebikon und an der provisorischen Haltestelle Hofmatt. Da vermag auch die Wiedereinführung von Direktkursen ab dem 2. März in der Hauptverkehrszeit (HVZ) keine echte Abhilfe zu schaffen.

    Die öV-Experten der SP Buchrain-Perlen haben sich sowohl vor als auch nach dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2019 mit diesen Angebotsfragen und Unqualitäten intensiv auseinander gesetzt. Die aktuelle Standortbestimmung stimmt nachdenklich. Die Summe aller Verschlechterungen führte bereits nach einer kurzen Zeit zu einer spürbaren Frequenzabnahme im 22er. Diese Negativentwicklung steht im direkten Widerspruch zu den Zielvorgaben aus dem Gesamtverkehrskonzept (GVK) LuzernOst. Der prognostizierte Mehrverkehr gilt es gemäss GVK aktiv auf den öV bzw. auf den Langsamverkehr zu verlagern. Im Blog weiterlesen…